Leuchtturm

Von Leuchttürmen und Logos

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In letzter Zeit werde ich immer wieder auf mein Logo und meinen Geschäftsnamen angesprochen. „Ach, so im Sinne von ‚Licht ins sprachliche Dunkel‘ bringen?“ Ja, ganz genau. So hatte ich mir das gedacht, nachdem der Name „Sprachlicht“ geboren war. Für mich war sofort klar, dass in dem Logo ein Leuchtturm zu sehen sein muss. Aber warum unbedingt ein Leuchtturm? Eine Kerze, eine Lampe, eine Glühbirne - all das hätte schließlich eine ganz ähnliche Bedeutung gehabt und den Gedanken der sprachlichen Erleuchtung ähnlich passend ausgedrückt.

Ein Leuchtturm (natürlich rot-weiß) macht aber nicht nur optisch etwas her, er drückt auch aus, wer ich bin und woher ich komme, nämlich aus Norddeutschland, genauer gesagt aus der wunderschönen Hansestadt Hamburg. Zwar lebe ich seit vielen Jahren nicht mehr dort, aber in meinem Herzen werde ich immer Hamburgerin bleiben. Hinzu kommt eine nahezu heimatliche Verbundenheit zum nördlichsten aller Bundesländer, Schleswig-Holstein. Mich irritiert es einfach nicht, wenn ich nachmittags um 15 Uhr mit Moin Moin begrüßt werde. Und wer bereits mitten im April im Schnee am Osterfeuer gesessen hat, hat den norddeutschen Glaubensgrundsatz Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung verinnerlicht.

Mittlerweile lebe und arbeite ich als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für Englisch in Karlsruhe und tue dies ausgesprochen gern. Der Südwesten Deutschlands kann in vielerlei Hinsicht punkten: wunderschöne Städte voller Geschichte und Kultur, Schlösser und Burgen, Weinberge, freundliche und aufgeschlossene Menschen und natürlich deutlich mehr Sonnenstunden pro Jahr. Ich bin also geblieben und glücklich damit. Schmunzeln musste ich trotzdem, als ich die Liebeserklärung an den Norden der Poetry-Slammerin Mona Harry hörte. Dort heißt es:

„[…]
Bleibt mir weg mit euren Burgen und Bergen,
all den Kirchen zum Beten,
euren kitschigen Schlössern,
den abscheulich schönen Städten
mit diesen schmucken Fassaden in den schmückenden Farben.
Ja, ich geb’ es zu. In Bezug auf geschmackvolle Gebäude kann man eurem Urteil vertrauen.
Ihr habt wahrlich ganz bezaubernde Städte - am falschen Ort aufgebaut!
[…]“
(Vollständig zu sehen gibt es Mona Harrys Liebeserklärung an den Norden hier)


Was erwartet Sie also nun auf meinem Sprachlicht-Blog? Ein bunter Mix aus Erfahrungen und Erlebnissen einer in Süddeutschland gestrandeten norddeutschen Sprachmittlerin, garniert mit sprachlich-kulturellen Hintergrundinformationen, immer im Sinne der Völkerverständigung. Lassen Sie sich einfach überraschen. Ich freue mich darauf!